Bis Ende der 1950-er Jahre war das Dorf noch von landwirtschaftlichen Betrieben im Haupt- und Nebenerwerb sowie vom Arbeitertum geprägt. Daneben gab es wenige Handwerksbetriebe (Schmiede, Sägewerk und Zimmerei, Elektroinstalation) und kleine Geschäfte zur täglichen Versorgung (Bäcker, Metzger, Lebensmittelläden, Fahrradladen, Post, Schreibwaren). Einige Oberdreeser waren als Justizvollzugsbeamte in der Strafanstalt Rheinbach beschäftigt.
 
Ferner gab es in Oberdrees folgende Geschäftsstellen mit Bankservice und Warenlager:
  • 1906 Gründung der Genossenschaftsbanken in Oberdrees und Miel
  • 1958 Fusion der beiden Genossenschaftsbanken zur Spar- und Darlehnskasse Oberdrees
  • 1968 Fusion der Spar- und Darlehnskasse Oberdrees mit der Raiffeisen-Bank Rheinbach eG
  • 2002 Umwandlung der Geschäftsstelle Oberdress in eine SB-Filiale mit Geldausgabeautomat, Kontoauszugdrucker und Briefkasten
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich Bonn durch die Wahl zur Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland (BRD) , aber auch das Bonner Umland zu einem beachtlichen Dienstleistungssektor, der mit der Bildung einer großen Anzahl von Arbeitsplätzen im öffentlichen oder privaten Bereich einher ging.
 
Viele Menschen der Region fanden daneben in den Ministerien des Bundes und ihrer nachgeordneten Dienststellen, in den Standorten der Bundeswehr, aber auch bei privaten Dienstleistern und Handwerksbetrieben, die, verbunden mit dem enormen Wachstum des gesamten Köln/Bonner Umlandes und des Rhein-Sieg-Kreises ebenfalls ein kräftiges Wachstum verzeichneten, neue Arbeitsplätze. Das einsetzende Bevölkerungswachstum bescherte auch der Baubranche erhebliche Zuwächse und neue, damals noch gut bezahlte, Arbeitsplätze.
 
Heute ist die Mehrzahl der arbeitenden Bevölkerung von Oberdrees vorwiegend in Bonn und dessen Umland, bis hin nach Köln tätig.

 

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